Wo kommt das Andes-Virus (ANDV) vor?
Das Andes-Virus (ANDV) ist das vorherrschende Hantavirus des südlichen Südamerikas. Sein natürliches Verbreitungsgebiet folgt der Verbreitung seines Reservoirwirts, der langschwänzigen Zwergbaumwollratte (Oligoryzomys longicaudatus), über:
- Argentinien — Provinzen Patagoniens (Chubut, Río Negro, Neuquén, Santa Cruz), die Andischen Ausläufer und nordöstliche Provinzen einschließlich Salta, Jujuy, Buenos Aires und Entre Ríos.
- Chile — von der Region Coquimbo südwärts durch Aysén und Magallanes; konzentriert in der Seenregion (Los Lagos, La Araucanía).
Kleinere sekundäre Cluster wurden in Uruguay, Bolivien und südlichem Brasilien beschrieben, wo verwandte Oligoryzomys-Arten Variantenstämme von ANDV zirkulieren lassen.
Das Andes-Virus ist das einzige Hantavirus mit bestätigter Mensch-zu-Mensch-Übertragung, was die Geographie für die Ausbruchsreaktion besonders wichtig macht: ein einzelner ANDV-positiver Reisender, der Patagonien verlässt, hat Kontaktverkettungs-Cluster bis nach Nordamerika ausgelöst.
Die Fälle treten in der australen Sommerzeit (November–April) auf, wenn Menschen saisonal bewachsene ländliche Umgebungen mit dem Reservoir-Nagetier teilen. Das durch ANDV verursachte Hantavirus-Pulmonalsyndrom (HPS) hat eine Fallletalität von etwa 30–40% (PAHO).
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