Fragen und Antworten

Wie tödlich ist Hantavirus?

"Hantavirus" ist nicht eine einzelne Krankheit — es ist eine Gattung von mehr als 40 Viren, jedes mit einem eigenen Nagetierreservoir, geografischen Verbreitungsgebiet und Letalität. Die Fallsterblichkeitsquoten (CFR) spannen sich über zwei Größenordnungen.

Fallsterblichkeitsquote nach Art (ungefähr)

ErregerSyndromCFRRegion
Andes-Virus (ANDV)HPS30–40 %Argentinien, Chile
Sin-Nombre-Virus (SNV)HPS35–40 %USA, Kanada
Hantaan-Virus (HTNV)HFRS (schwer)10–15 %Korea, China
Dobrava-Virus (DOBV)HFRS (schwer)10–15 %Balkan
Seoul-Virus (SEOV)HFRS (mild–moderat)1–2 %Weltweit (urban Rattus)
Puumala-Virus (PUUV)HFRS (mild)< 0,5 %Fennoskandia, Russland, Mitteleuropa
Choclo-Virus (CHOV)HPS~10 %Panama
Laguna-Negra-Virus (LANV)HPS~12–15 %Paraguay, Bolivien

Zwei Muster erklären die Verbreitung. Erstens verursachen die Hantaviren der Neuen Welt HPS — ein Gefäßlecksyndrom in der Lunge, das intensive Pflege erfordert. Zweitens verursachen die Hantaviren der Alten Welt HFRS, ein Nierensyndrom, dessen Schweregrad ungefähr mit der Nähe des Reservoir-Nagetiers zu Menschen korreliert: das Maus-assoziierte Hantaan und Dobrava sind gefährlich, während das Wühlmaus-assoziierte Puumala selten tödlich ist.

Das Ergebnis wird durch frühe intensive Pflege stark verbessert. Jeder mit Prodromalerscheinungen nach Nagetierexposition sollte sofort Hilfe suchen.

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